Kleider waschen...

...Treppenhaus kehren, Arbeiten gehen, Steuern ausfüllen, einkaufen – die Liste der alltäglichen Pflichten ist lang. Eltern haben in der heutigen Zeit vom Morgen bis am Abend ein dicht ausgefülltes Programm und fühlen sich oft gestresst. Nicht selten bleibt wenig ausgelassene Zeit mit dem Kind. Umso wichtiger ist es, ganz bewusst Momente und Aktivitäten einzuplanen, die man mit seinem Sohn oder seiner Tochter teilt.

Klar, Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten und erleben die Welt auf ihre Weise. Nichtsdestotrotz übernehmen sie viel von ihren Eltern und erfahren das Leben zu einem grossen Teil durch die Augen von Papi und Mami. Wenn die Eltern also dauernd gehetzt sind und wenig Zeit haben, übernehmen die Kinder diese Verhaltensweise. Und: Durch die fehlende Aufmerksamkeit wird dem Kind vermittelt, dass es nicht so wichtig sei.

Wie geht man also mit dem Umstand um, dass heutzutage Zeit fehlt? Eine ideale Lösung gibt es wohl kaum. Mal ehrlich, in diesem Sinne bräuchte es einen Systemwechsel, der es Eltern mit Kindern zumindest bis zum vierten Lebensjahr erlaubt, mehr verfügbare, entspannte Zeit für sie zu haben. Solange dies nicht der Fall ist, greifen wir auf die Lösung Quality Time.

Wie könnte «hochwertige Zeit» im Schweizer Alltag aussehen?

Hochwertig ist jede Zeit und Situation, in der das Kind sich gesehen und anerkannt fühlt. Wenn man also als Vater oder Mutter viel erledigen muss, haben die Kinder meist schon sehr Freude, wenn man sie einspannt.

Der Einkauf oder das Aufräumen kann ja auch zu einem gemeinsamen Event werden, in dem man Spiel und Spass einbaut. Etwa beim Aufräumen: Wo liegt die dreckige gelbe Socke, die in den Waschkorb gehört? Wer sie findet, erhält einen Punkt. Oder wo im Supermarkt stecken die Tomaten? Wo die Äpfel? Wäsche aufhängen zu Gesang wird auch lustiger.

Wichtig sind allerdings auch die Momente, in denen nur das Zusammensein Priorität hat. Wo also keine Anrufe stören und keine Aufgaben parallel erledigt werden müssen. Aktivitäten und Ausflüge, die eines brauchen: freie Zeit. Etwa an den Wochenenden.

Da kann man den Cervelat einpacken und zu einer Brätli-Stelle gehen, gemeinsam im Wald Feuer machen. Oder eine Tageswanderung unternehmen, ins Museum gehen, gemeinsam etwas fürs Kinderzimmer zusammenbauen oder – jetzt, wo es wärmer wird – ans Wasser gehen. Der Tipp: Lassen Sie hie und da das Handy zu Hause oder stellen Sie es ab – um ganz in die Welt der Familie einzutauchen.