Xylit ist ein Zuckeralkohol, der aus Gemüsen, Früchten und der Rinde gewisser Holzarten, wie Birke und Buche, gewonnen werden kann. Er wird sogar als Zwischenprodukt im menschlichen Körper selbst hergestellt. Die Leber produziert täglich 5–15 Gramm Xylit. Doch besonders interessant ist der Stoff als Nahrungsmittel, bzw. Alternative zu herkömmlichem Zucker. Xylit hat nämlich die besondere Eigenschaft, gut für die Zähne zu sein.

Kariesreduzierend

Von 1972 bis 1975 wurde während zwei Studien an der Universität Turku in Finnland festgestellt, dass Xylit kariesreduzierend wirkt. Während der Studie bildeten die Wissenschaftler drei Gruppen. Eine Gruppe bekam Nahrungsmittel mit normalem Zucker, eine mit Fruchtzucker gesüsste und die Dritte mit Xylit verarbeitete. Das Ergebnis: 85 Prozent weniger Karies bei der Xylit-Gruppe. Der Effekt ist dadurch zu erklären, dass kariesbewirkende Bakterien Xylit nicht in ihrem Stoffwechsel verarbeiten können und dadurch absterben. Ausserdem werden sie daran gehindert, sich als Plaque an den Zähnen anzuheften.

Kalorienarm aber genauso lecker

Xylit, auch Birkenzucker genannt, schmeckt wie normaler Haushaltzucker und kann deshalb problemlos beim Backen und Kochen verwendet werden. Interessant für Abnehmwillige ist, dass Xylit 50 Prozent weniger Kalorien enthält. Auch Diabetiker können Xylit konsumieren, da es insulinunabhängig im Stoffwechsel verarbeitet wird. Birkenzucker ist sogar in der Schwangerschaft äusserst empfehlenswert. Es schützt nämlich nicht nur die Zähne der Mutter, sondern auch die des werdenden Kindes. Neugeborene kommen mit einer sterilen Mundhöhle zur Welt, kariesfördernde Bakterien erhalten sie erst durch den Speichel der Mutter – durch Küsse, gemeinsames Benutzen von Besteck. Je niedriger also der Bakteriengehalt der Mutter, desto kleiner auch das Risiko einer Übertragung auf das Kind.