Ein Biosimilar unterscheidet sich grundlegend von der Referenzarznei. 

Nein, Biosimilars sind äusserst ähnliche Nachahmungen der Referenzarnei. Sie müssen Vergleichbarkeit bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit in klinischen Studien aufzeigen.

Biosimilars haben mit Generika nichts gemein.

Nein, Biosimilars sind wie Generika auch Nachahmungen von bereits zugelassenen Arzneimitteln. Allerdings ist deren Herstellung, Prüfung und Zulassung deutlich anspruchsvoller, als dies für niedermolekulare-Generika der Fall ist, was letztlich auch durch den „neuen“ Begriff „Biosimilar“ zum Ausdruck gebracht wird.

Biosimilars sind von schlechterer Qualität als das Referenzarzneimittel.

Nein, Hersteller von Biosimilars müssen für die Zulassung, die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit nach den gleichen Standards nachweisen, die auch für die Zulassung der Referenzarznei gegolten haben.

Biosimilars sind Biopharmazeutika  2. Klasse.

Nein, zwischen Referenzarznei und Biosimilars bestehen keine für den Patienten relevanten medizinischen Unterschiede, weshalb es auch keine Biopharmazeutika 1. oder 2. Klasse geben kann und geben darf.

Biosimilars können ebenso wie Generika zu einem sehr geringen Preis angeboten werden.

Nein, im Gegensatz zu chemischen Arzneimitteln ist sowohl die Herstellung als auch die Zulassung von Biosimilars viel zeit- und kostenintensiver. Deshalb können Biosimilars zwar preiswerter als die Referenzarznei sein, aber nicht beliebig billig angeboten werden.

Bei Biosimilars treten häufiger Nebenwirkungen auf.

Nein, Biosimilars müssen in den Zulassungsstudien zeigen, dass sowohl das Wirkungs- als auch das Nebenwirkungsspektrum vergleichbar sind mit dem Referenzpräparat.