Markteinführung in die Schweiz

Der Weg, kostengünstige Generika in der Schweiz der Bevölkerung anzubieten, war aber nicht immer einfach. Erst in den späten 1990er-Jahren kam es zum Durchbruch und einer entsprechenden Verbreitung, da gesetzlich die Möglichkeit eröffnet wurde, ein teureres Originalprodukt durch ein kostengünstigeres Generikum zu ersetzen.

Die Apothekerschaft wie auch die Ärzteschaft können somit, wenn Sie – als Patientin oder Patient – krank würden, ein solches Generikum anbieten oder direkt abgeben.

Generika sind aber nicht nur kostengünstiger – um bis zu 70 Prozent günstiger als das in der Schweiz verkaufte Original –,  sie bieten in vielen Fällen für die Patientin oder den Patienten praktischere Anwendungsformen an, die das Original zum Zeitpunkt seiner Markteinführung nicht entwickeln konnte.

Diese kleinen Fortschritte und praktischen Vorteile haben in der Schweiz das Vertrauen der Patientinnen und Patienten gewonnen, wie auch das der Ärzte- und Apothekerschaft in Praxis und Spital sowie aller weiteren Gesundheitsberufe.

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Biosimilars auf dem Vormarsch

Fortschritte gibt es nicht nur bei den Generika, die eine Vielzahl von Krankheiten wie Bluthochdruck, Rheuma, Infektionen, also Krankheiten der Grundversorgung, behandeln können und pro Packung zwischen 5 und 100 Franken kosten, sondern neuerdings bei Biosimilars.

Der Begriff setzt sich aus «bios logos» und «simile» zusammen, also ein Medikament, das auf einer biologischen Technologie basiert und gleich ist wie ein vergleichbares Referenzprodukt.

Mit diesen Medikamenten werden vor allem schwere Erkrankungen wie Krebs, multiple Sklerose oder auch Diabetes behandelt, die in vielen Fällen die Betreuung aus dem Spital hinaus, über den Spezialisten, sowie später des Hausarztes erfordern.

Sie sind wiederum deutlich günstiger, mindestens 25 Prozent, als das patentabgelaufene Biopharmazeutikum-Medikament. Somit erbringen diese zwei Vorteile: ein Medikament mit gleicher Wirkung bei einer schweren Erkrankung ­– die meist eine teure Behandlung mit sich bringt – und eine Kostenersparnis für die Patientin oder den Patienten.

Künftig werden mit dem Einsatz kostengünstiger Biosimilars weitere Einsparungen ermöglicht.

Enormes Sparpotenzial

Bis heute spart die Schweizer Bevölkerung durch Generika pro Jahr etwa eine Milliarde Franken, allerdings indirekt: Die Einsparungen werden bei den Krankenversicherungen verbucht.

Gestatten Sie mir hier deshalb einen Vorschlag, dass Sie – sollten Sie mal Patientin oder Patient sein – künftig diese Einsparung direkt erhalten sollten. Vielleicht in der Form, dass Sie künftig keinen Selbstbehalt mehr bezahlen müssen, wenn Sie ein Generikum fordern oder erhalten.