Die Nase läuft, die Augen tränen, der Hals kratzt und wir befürchten eine dicke Erkältung im Anmarsch. Doch nicht immer steckt hinter solchen Symptomen tatsächlich eine Erkältungskrankheit – auch eine Allergie kann sich dahinter verbergen.
Immer mehr Menschen leiden an Allergien. Gründe dafür gibt es einige. So werden etwa Umweltfaktoren für die Zunahme von Allergien verantwortlich gemacht. Am häufigsten kommt hierzulande der Heuschnupfen vor, weshalb sich die meisten Allergiker in der kalten Jahreszeit in Sicherheit wägen. Doch der Schein trügt: Gerade im Winter lauern für Allergiebetroffene zahlreiche Gefahren.

Aufgepasst beim Weihnachtsgebäck
Weihnachtszeit ist Guetzlizeit. Doch Aufgepasst, denn in den süssen Leckereien verbergen sich eine Menge Inhaltsstoffe, die zu Allergien führen können. Nüsse, Erdnüsse, aber auch die typischen Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Kardamom können bei Lebensmittel-Allergikern zu Problemen führen. Die Reaktionen lassen dann häufig nicht lange auf sich warten und machen sich durch ein Kribbeln auf der Zunge und im Hals oder durch Juckreiz am Gaumen und in den Ohren bemerkbar. Im schlimmsten Fall kann der Mund und Rachen anschwellen oder es kann gar zu einem allergischen Schock kommen – dann muss sofort der Notarzt gerufen werden.

Duftkerzen verströmen zwar eine weihnachtliche Stimmung – doch bestehen sie teilweise aus potenziell allergenen Stoffen. Deshalb können sie, insbesondere bei Allergikern, zu Reizungen der Atemwege führen. Das Risiko sinkt, wenn man ausgiebig lüftet.

Haut hat besondere Ansprüche
Besonders zur Winterszeit benötig unsere Haut viel Pflege und Feuchtigkeit. Denn durch Kälte und Heizungsluft ist sie besonders empfindlich. Mit reichhaltiger Feuchtigkeitspflege kann Rötungen und Juckreiz vorgebeugt werden. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer sogenannten Kälte-Urtikaria, einer Form der Nesselsucht kommen. Die Reaktion tritt immer dann auf, wenn die Haut des Betroffenen mit intensiven Kältereizen in Berührung kommt. Typische Symptome sind rote Hautquaddeln, die sehr stark jucken. Hier hilft dann nur ein Antihistaminikum und –im Notfall – Cortison.

Hausstaubmilben
Am höchsten ist die Hausstaubmilben Belastung ausgerechnet dann, wenn es zu Hause gemütlich wird – im Herbst und frühen Winter. Gegen Hausstaubmilben hilft das Umhüllen der Matratze mit einem allergendichten Matratzenüberzug und regelmässiges Waschen der Bettwäsche.

Um für den Notfall mit den richtigen Medikamenten gewappnet zu sein, muss eine Allergie von einem Facharzt abgeklärt werden. Denn in den meisten Fällen gibt es adäquate Behandlungsmöglichkeiten und das Leiden kann vermindert werden.

 

Tipp
Auskunftsdienst
 
aha! Allergiezentrum Schweiz ist ein unabhängiges Kompetenzzentrum im Allergiebereich, das sich für die Gesundheit und Interessen von Menschen mit Allergien und Intoleranzen einsetzt. Mit umfangreicher Information, Beratung und Schulungen bietet die Stiftung aha! Betroffenen Unterstützung im Alltag, für mehr Lebensqualität. Sie ist auch Anlaufstelle für Fachpersonen und –organisationen, für Ausbildungsinstitutionen und weitere interessierte Kreise.
 

 

 

 

 

 


Mehr Informationen im Internet:
www.aha.ch

 

 

ANNA BIRKENMEIER
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