Allergiker beziehungsweise Asthmatiker sollten besonders darauf achten, dass sie ihre Lebensräume sauber halten.
Welche Symptome sind typisch für eine Hausstaubmilbenallergie?

Typisch sind hier eine verstopfte Nase, ständiges Hüsteln und asthmatische Beschwerden, die typischerweise nicht saisonal, sondern über das ganze Jahr auftreten. Wichtig ist, dass vor allem der Schlafraum möglichst ein Klima aufweist, welches Milben nicht mögen, also trocken, das heisst, nie einen Luftbefeuchter benützen, kühl und keine Teppiche, keine schweren Vorhänge und keine Pflanzen.
 

Ideal ist während der nasskalten Jahreszeit eine Temperatur unter 19 Grad und eine Luftfeuchtigkeit unter 45 Prozent. Sollten


Trockenheits-Symptome auftreten, muss man unbedingt das Feuchten des Raumes verhindern und dafür den Körper besser befeuchten, also mehr trinken und eine Nasensalbe und Gesichtssalbe verwenden.

Kann bei einer schweren Hausstaubmilbenallergie zusätzlich auch Atemnot auftreten?

Ja. Bei einer chronifizierten Hausstaubmilbenallergie, welche typischerweise zu einem Asthma führen kann, kann es auch zu Atemnot kommen.

Worauf reagieren Betroffene allergisch?

Die häufigsten Allergien, welche zu Asthma führen, sind inhalativ, das heisst, die Allergene werden durch die Atmung aufgenommen.

Nahrungsmittel-Allergien treten demgegenüber seltener auf. Häufig sind inhalative Allergien, die von Pollen, Milben, Tierhaaren und Pilzsporen ausgelöst werden.

Worin besteht eine adäquate und nachhaltige Therapie?

Bei der Hausstaubmilbenallergie müssen die oben erwähnten Raumbedingungen eingehalten werden.

Zusätzlich empfiehlt sich falls nötig ein sogenanntes Encasing, das heisst milbendichte Überzüge von Matratzen, Duvet und Kissen.

Wie wichtig ist es insbesondere, das Bett zu sanieren?

Das ist extrem wichtig, da Milben sich in einem feuchten und dunklen Umfeld stark vermehren, wie das bei der Matratze eben gegeben ist.

Welche Medikamente werden gegen die akuten Symptome der Hausstaubmilbenallergie eingesetzt?

Bei Bedarf kommen eine Nasenspülung und entzündungshemmende Nasensprays zum Einsatz. Bei Asthma werden zusätzlich die bekannten Asthma-Mittel verschrieben.

Kommt auch eine Desensibilisierung in Form einer Allergen-Immuntherapie infrage?

Die Desensibilisierung ist mittlerweile erfolgreicher als früher, kommt jedoch nur dann infrage, wenn nicht parallel noch viele andere Allergien bestehen.

Wie wird eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert?

Entweder erfolgt dies über einen Hauttest oder über einen Bluttest.

Kann man einer Hausstauballergie beziehungsweise Hausstaubmilbenallergie vorbeugen?

Ja, wenn man sich an die bereits erwähnten Vorsichtsmassnahmen hält.

Gibt es Tipps und Tricks, die Betroffenen im Alltag helfen können?

Ja, die gibt es. Man muss die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, also ein Klima, welches Milben nicht mögen.

Hausstaubmilben sind an sich harmlos und ungefährlich. Für Allergiker sind sie aber nicht nur lästig, sondern ein grosses Problem, das die Lebensqualität massiv und nachhaltig beeinträchtigen kann. Einverstanden?

Ja, das ist in der Tat so.