Forscher der Universität Bristol haben ausgerechnet...

...dass jede gerauchte Zigarette das Leben um elf Minuten verkürzt, was am Ende eine durchschnittlich reduzierte Lebensdauer von 6,5 Jahren bedeutet. Gleichzeitig ist Rauchen nicht nur eine individuelle Entscheidung, sondern Passivrauchen kann auch die Gesundheit von Menschen in der Umgebung schädigen.
 

Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere, chronisch kranke und alte Menschen.
 

Gefahr Luftverschmutzung

Dennoch haben die meisten Menschen die Möglichkeit, sich vor Zigarettenrauch zu schützen. Anders ist das bei der Luftverschmutzung durch Verkehr, Heizungen und Industrie. Diesen Schadstoffen kann sich niemand entziehen. Besonders tückisch ist der sogenannte Feinstaub.

Man sieht ihn nicht, er macht keine akuten Beschwerden und dennoch kann er langfristige, gesundheitliche Folgen haben.

Dazu müssen Sie sich vorstellen, dass der Feinstaub aus winzigen Partikeln von weniger als fünf Mikrometern besteht. Er kann monatelang in der Luft schweben und tief bis in die Lungenbläschen eindringen.

Im Vergleich: Inhaliert man grössere Partikel, setzen sich diese in den Schleimhäuten fest und verursachen spürbare lokale Reizungen. Man hustet und sorgt damit dafür, dass die Partikel aus den Schleimhäuten transportiert werden. Sitzt der Feinstaub jedoch erst einmal in den Lungenbläschen fest, gibt es keinen Mechanismus, der diese Partikel zurücktransportiert. Sie bleiben im Körper.

In der Fraktion von Feinstaub gibt es nun noch kleinere, sogenannte Nanopartikel. Sie entsprechen einer Grösse von weniger als einem Mikrometer. Diese haben die Fähigkeit, nicht nur in die Lungen zu penetrieren und dort zu bleiben, sondern sie können direkt in Zellen und den Kreislauf eindringen.

Dadurch können Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. Studien haben beispielsweise gezeigt, dass Verkehrsteilnehmer nach einer längeren Autobahnfahrt ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt haben.
 

Jeder kann seinen Beitrag zur Verbesserung der Lufthygiene leisten!
 

Fest steht, dass wir alle zu einer Luftverbesserung beitragen können

Die Betonung liegt auf  wir. Denn Luftverschmutzung ist nicht nur eine Frage der Politik, sondern insbesondere der Gesellschaft, der Industrie und schliesslich jedes Einzelnen. Jeder von uns ist verantwortlich für eine Verbesserung der Lufthygiene und jeder von uns kann seinen Teil dazu beisteuern.

Wenn hier vermehrt ein Umdenken stattfindet, wird es in der Summe zu einer besseren Lufthygiene führen. Dieses Umdenken erwarte ich auch von der Politik.

So müsste etwa das Pendlerverhalten verändert und mehr für die Velomobilität gemacht werden. Unsere teilweise gefährlichen und unausgebauten Velowege tragen nicht unbedingt dazu bei, dass das Velofahren gefördert wird.

Dabei ist genau das eine einfache Massnahme, mit der man zur Luftverbesserung beitragen kann. Das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Velo oder den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Allerdings dürfen wir uns nicht hinter dem Deckmantel der Politik verstecken, ist sie doch der Spiegel unserer Gesellschaft.

Wenn sich das nun alles etwas negativ anhört, möchte ich doch anmerken, dass sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch sehr vieles verbessert hat. So ist die Luftverschmutzung durch Massnahmen zur Luftreinhaltung in den Industrieländern zurückgegangen.

Die Lufthygiene ist heute besser als in den 90er Jahren. Auch findet in der Bevölkerung, wenn auch sehr langsam, ein Umdenken statt. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren deutliche Fortschritte sehen werden. Studien zeigen, dass eine verbesserte Lufthygiene die Volksgesundheit steigert.

Deshalb meine Botschaft an Sie: Es lohnt sich, zur Luft Sorge zu tragen!