Für einen gesunden Schlaf sollten im Schlafzimmer störende Strahlen vermieden werden. «Elektrische Radiowecker sollten stets ein bis zwei Meter vom Bett entfernt aufgestellt werden. Nachttischlampen mit zweipoligem Stecker können verkehrt eingesteckt werden und die Lampen strahlen dann rund einen Meter weit, auch wenn sie nicht brennen», erläutert Thomas Sigrist vom Institut für Erdstrahlen und Elektrosmog. Er kennt aufgrund langjähriger Erfahrung die Anzeichen und Symptome, die auf erhöhte und schädliche Strahlen hinweisen. Dazu gehören unter anderem Kopfschmerzen in der Nacht oder am Morgen, ein verspannter Körper beim Aufstehen, oft verbunden mit Rücken- und Gelenkschmerzen, Tagesmüdigkeit und generell das Gefühl, nicht richtig ausgeschlafen zu sein. «Das alles sind bekannte Anzeichen für erhöhte Strahlen im Schlafzimmer. Besonders wenn die entsprechenden Symptome an einem anderen Schlafplatz nicht auftreten.» Erhöhte Strahlen am Schlafplatz, so der Fachspezialist, würden den Zellstoffwechsel während der Nacht im menschlichen Körper stören. «Dadurch wird mit dem ersten Urin am Morgen zu wenig Säure aus dem Körper ausgeschieden.» Dies wiederum führt zu einer Übersäuerung im Körper. «Die bislang bekannten und weit verbreiteten Symptome sind Gelenkschmerzen, Arthrose und Arthritis bis hin zum Reflux, bei dem Magensäure zurück in die Speiseröhre fliesst.»

Immer wieder aufwachen
Thomas Sigrist warnt auch vor Wasseradern und stellt dabei einen Vergleich an: «Wird ein Baum auf eine Wasserader gepflanzt, versucht er, durch Schrägwuchs der Wasserader auszuweichen. Wird ein Bett auf eine Wasserader gestellt, versucht der Körper ebenfalls, der Wasserader auszuweichen.» Durch die Begrenzung der Matratze bleibt der Körper aber trotzdem auf der Wasserader liegen. Für kurze Zeit, so Sigrist, sei das weiter nicht schlimm. «Bleibt aber jemand über Monate und Jahre hinweg auf diesem belasteten Schlafplatz liegen, beginnt der Körper langsam mit den ersten Symptomen zu reagieren.» Eine typische Reaktion sei, dass man nach zwei, drei Stunden Schlaf wieder aufwache. Dies sei eine natürliche Reaktion des Körpers, ein Signal, wonach er der Belastung durch die Wasserader ausweichen möchte. «Zwingt man den Körper, auf dem belasteten Platz auszuharren, wird der Schlaf unruhig und oberflächlich. Am Morgen fühlt man sich nicht erholt und entsprechend müde.» Rein physikalisch schwäche die Wasserader das ­Erdmagnetfeld, so Sigrist. Je stärker die Wasserader, desto schwächer das Erdmagnetfeld, laute die Gleichung. «In der Nacht braucht unser Körper aber das normale Erdmagnetfeld von 40 000 Nano-Tesla, damit die Zellen sich regenerieren können und keine chronischen Beschwerden entstehen können.» Sigrist rät dazu, den Schlafplatz ohnehin einmal von einem Baubiologen untersuchen zu lassen.

Schützender Vorhang
Er listet weitere Tricks und Tipps auf, um sich vor belastenden Strahlen zu schützen. Steckdosen zum Beispiel sollten sich nicht zwischen Bett und Wand befinden. In einem Betonhaus reicht ein halber Meter Distanz zum Bett. In einem Holzhaus sollte es hingegen gut ein Meter Distanz sein, weil keine Armierungseisen vorhanden sind, die den Elektrosmog über die Erdung in den Boden ableiten können. Für das Bett in einem Holzhaus wählt man idealerweise eine Wand ohne Steckdosen. Baubiologen verfügen heute über verschiedene Materialien, um die Wand beim Schlafplatz vor Elektrosmog zu schützen. Sollte Elektrosmog von Mobilfunkantennen von aussen auf das Haus treffen, gibt es unterdessen in der Baubiologie diverse Möglichkeiten, um eine ganze Wohnungswand zu schützen. «Zum Beispiel mit einem Vorhangstoff mit versilberten Fäden, der nahezu 100 Prozent des Elektrosmogs einer Mobilfunkantenne abschirmen kann», so Sigrist.