1. Analysieren

Überlegen Sie sich, welche Aspekte in der Arbeit eines Mitarbeitenden ressourcenverstärkend und welche belastend wirken. Förderlich sind eine Balance zwischen Vorgaben und Autonomie in der Arbeitsgestaltung, gesamtheitliche Aufgabenstellungen passend zu den eigenen Fertigkeiten sowie soziale Unterstützung und Wertschätzung.

Belastend sind problematische Schnittstellen, unklare Erwartungen und Rollen, ungenügende Arbeitsmittel und Unterbrechungen sowie Unsicherheiten durch Veränderungen.

2. Vorleben

Mitarbeitende brauchen Vorgesetzte, die Vertrauen schenken und verlässlich führen. Als Führungskraft haben Sie aber nicht nur durch Ihren Führungsstil Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden.

Unterschätzen Sie nicht Ihre Vorbildwirkung! Wie gehen Sie selber mit Belastungen und Gesundheit um? Wie gebieten Sie der Entgrenzung Einhalt? Reflektieren Sie über Ihre Vorbildfunktion

3. Thematisieren

Sprechen Sie über psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Stellen Sie Informationen und Ratgeber zur Verfügung.

Damit signalisieren Sie, dass man im Team darüber sprechen darf und Ihnen ein gesundheitsförderndes Arbeitsklima wichtig ist.

4. Fördern

Schulen Sie die Resilienz und die Selbstkompetenz der Mitarbeitenden. Dazu gehört zum Beispiel, wie Sie Prioritäten setzen, sich abgrenzen oder effektiv mit Kommunikationsmitteln umgehen können.

Die Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeitenden wird so geteilt.

5. Beobachten, zuhören

Entwickeln Sie ein Sensorium für Veränderungen im Verhalten von Mitarbeitenden. Die regelmässige Besprechung der Belastungssituation mit einem Ampelsystem (von Grün für «alles in Ordnung», bis Rot für «ich bin überlastet») hilft, Probleme anzusprechen und den Unterstützungsbedarf zu klären.

Mitarbeitende übernehmen damit auch eine Eigenverantwortung für ihre Ressourcen.