Sonnenbrände, Insektenstiche und Schnittwunden sind nur einige der vielen Hautverletzungsformen, die uns die Ferien vermasseln können. Wer die Gefahren kennt, kann gegen sie vorgehen.

Sonnenbrand

Ohne ausreichende Sonnenschutzvorkehrungen ist ein Sonnenbrand bei grosser Sonnenintensität vorprogrammiert. Wer sich zu lange an der Sonne aufgehalten hat, sollte sich als Erstes unter die kalte Dusche begeben, um die angegriffene Haut zu kühlen.

Auch ein nasses T-Shirt (kein Meerwasser) kann Linderung bringen. Danach die Haut vorsichtig abtrocknen und eine dicke Schicht After-Sun-Lotion oder ein entzündungshemmendes, kühlendes Gel auftragen. Viel trinken hilft, um die verletzte Haut zusätzlich von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Quallenstiche

Quallen im Meer sind heimtückisch, da sie fast unsichtbar sind. Das Gefährliche an ihnen sind ihre Tentakel. Kommt man mit ihren giftigen Nesselfäden in Berührung, wird der giftige Inhalt in die Haut injiziert.

Die Symptome bei einer Berührung sind schmerzhafte, juckende Striemen, welche einer Verbrennung gleichkommen. Je nach Verletzungsgrad und Giftmenge können auch tiefgehende Hautschäden sowie Übelkeit, Erbrechen oder schockähnliche Symptome auftreten.

Bitte kein Süsswasser oder Alkohol auftragen, da dies weitere Nesselkapseln entladen könnte. Wenn man kein Notfallset für Quallen dabei hat, eignen sich Rasierschaum und Zahnpasta als Sofortmassnahme. Danach sollte man so oder so direkt den Arzt aufsuchen.

Schnittwunden

Schnittwunden gehören zu den häufigsten Verletzungen überhaupt. Ob ein scharfes Messer, eine Scherbe oder eine offene Konservendose: Der Alltag ist voll von schafkantigen Gegenständen. Schnittverletzungen haben glatte Wundränder und bluten meist stark.

Damit wir vom Urlaub keine hässlichen Narben oder gar eine Infektion mitbringen, sollten Schnittwunden schnell behandelt werden. Bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster.

Bei Anzeichen einer Infektion helfen antibiotisch wirkende Salben. Tiefere Wunden müssen mit einem sterilen Druckverband versorgt und umgehend dem Arzt gezeigt werden. Auch eine Tetanusimpfung vor Reiseantritt kann ratsam sein – übrigens auch als Prävention vor Katzen- und Hundebissen.

Insektenstiche

Ein Picknick lockt leider auch Insekten an. Daher gilt: Die Insekten nicht verscheuchen, Speisen und Getränke immer abdecken und nicht direkt aus Flaschen oder Dosen trinken.

Wer unter einer Insektengiftallergie leidet, sollte bei einem Stich immer sofort den Notarzt informieren und ein Notfallset mit sich führen, das ein schnell wirkendes Antihistaminikum und Glukokortikoid-Tabletten enthält.

Sonnenschutz-Tipps:

  • Beim Sonnenschutzmittel einen Lichtschutzfaktor (LSF) wählen, der dem Hauttyp entspricht.
  • Der Hautarzt kann Hauttyp und Eigenschutzzeit der Haut bestimmen.
  • Zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden.
  • Sonnenschutzmittel auch im Schatten auftragen.
  • Regelmässig nachcremen.
  • Eine dunkle Sonnenbrille mit CE-Kennzeichnung und adäquatem UV- und Blend-Schutz schützt die Augen vor Sonnenschädigungen. 

Tipps für optimalen Sonnenschutz

  • 1 Beim Sonnenschutzmittel einen Lichtschutz-faktor (LSF) wählen, der dem Hauttyp entspricht.
  • 2 Der Hautarzt kann Hauttyp und Eigenschutzzeit der Haut bestimmen.
  • 3 Zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden.
  • 4 Sonnenschutzmittel auch im Schatten auftragen.
  • 5 Regelmässig nachcremen.
  • 6 Eine dunkle Sonnenbrille mit CE-Kennzeichnung und adäquatem UV- und Blend-Schutz schützt die Augen vor Sonnenschädigungen.