Heute leiden bereits mehr als zwei Millionen Menschen in der Schweiz an Krebs, Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes, Atemwegserkrankungen oder anderen chronischen Leiden. Und die Zahl der Betroffenen wird weiter steigen, weil es immer mehr ältere und alte Menschen gibt. Dank dem medizinischen Fortschritt können wir diese Krankheiten heute zwar gut behandeln – doch die Lebensqualität leidet darunter.

Die gute Nachricht ist: Die Hälfte aller Erkrankungen lässt sich mit einem gesunden Lebensstil verhindern oder zumindest verzögern. Wer sich regelmässig bewegt, auf eine ausgewogene Ernährung achtet, auf Tabakkonsum verzichtet und alkoholische Getränke massvoll geniesst, kann das Risiko, zu erkranken, deutlich senken.

Der Bund, die Kantone und die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz wollen dieses Potenzial nutzen und haben deshalb die nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten lanciert.

Die Bevölkerung soll gut darüber informiert werden, wie sie Gutes für die Gesundheit tun kann. Es sollen aber auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche gute Entscheidungen ermöglichen und erleichtern.

Wer Velo fahren will, braucht Velowege, und wer in der Kantine gesund essen will, braucht entsprechende Angebote.

Darüber hinaus wollen wir die Prävention in der medizinischen Versorgung besser verankern. Kinder- und Hausärzte können ihre Patientinnen und Patienten auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil beraten, begleiten und ihnen Wege aufzeigen, wie sie trotz einer Erkrankung ein Optimum an Lebensqualität erhalten können. Und wir suchen die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, weil Unternehmen eine grosse Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden tragen und diese über die Arbeitsbedingungen positiv beeinflussen können.

Am Ende profitieren alle: Die Angestellten sind gesünder und fallen weniger aus, die Firmen werden produktiver und wettbewerbsfähiger.

Gemeinsam können wir im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten erfolgreich sein – der Einsatz lohnt sich!