Ein ausgewogenes und genussvolles Essen und Trinken sei Teil eines gesunden Lebensstils, betont Christian Ryser, Geschäftsführer der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE.

«Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung gemäss der Schweizer Lebensmittelpyramide kann der Körper mit Energie und den lebenswichtigen Nähr- sowie Schutzstoffen versorgt werden.» Ansonsten würden Nährstoffe im Übermass, wie etwa Zucker und Salz, oder in zu geringen Mengen, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren, zugeführt, was der Gesundheit schade.

Nicht zuletzt, so Ryser, stelle dies einen Risikofaktor dar für nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.

Stichwort Gesundheitskompetenz

Essen bedeutet für Ryser aber nicht nur das Zuführen von Nährstoffen, sondern auch ein Stück Lebensfreude. «Ausgewogenes Essen und Trinken beeinflussen somit nicht nur das körperliche, sondern auch das geistige Wohlbefinden.»

Jeder Mensch solle selber entscheiden können, was, wie viel und wo er isst und trinkt. Genuss und Freude stünden dabei im Vordergrund, sagt Ryser. «Gesundheitskompetenz respektive Ernährungskompetenz ist eine Voraussetzung dafür, dass der Freude, dem Genuss und der Gesundheit gleichermassen Rechnung getragen wird.»

Kultur, Herkunft, Vorbilder und der sozio-ökonomische Status würden diese Kompetenz wesentlich beeinflussen. «Fehlt diese Kompetenz, wird das Verhalten von dem Lebensmittelangebot, der Werbung und dem Preis dominiert.»

Und wie steht es um die Verpflegung am Arbeitsplatz? Mitarbeitende seien die wichtigste Ressource von Unternehmen, antwortet Ryser. «Entsprechend verdienen sie gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen. Die Verpflegung ist ein wichtiger Teil davon und kann zu Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit wesentlich beitragen.»