Jedes Kind weiss: Vitamine sind gut und schützen vor Krankheiten. Das gilt vor allem für die kalten und feuchten Monaten. Wer fünf Mal am Tag Obst, Gemüse oder Salat zu sich nimmt, bekommt ausreichend Schutz. Der heutige Arbeitsalltag freilich lässt oft die regelmässige Ernährung nicht mehr zu. Ausnahmsweise kann man auch Vitaminpräparate zu sich nehmen. Ernährungsberater freilich mahnen zu dosierter Verwendung – eine Überdosis kann zu Durchfall führen. Das richtige Mass hängt vom Gesundheitszustand und der Lebensweise des Einzelnen ab. So brauchen Raucher ein Drittel mehr Vitamin C ein Nichtraucher.

Pausen sind wichtig
Doch es ist auch wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Anstrengung und Erholung herzustellen. Der ständige Zeitdruck im Arbeitsalltag führt oft dazu, Pausen zu verkürzen oder ganz wegzulassen. Doch wer es nicht schafft, auch während der Arbeitszeit für einige Zeit abzuschalten, büsst an Leistung ein und ist anfälliger für Fehler - und für Krankheiten. Dauerhafter Stress kann krank machen.

Wer also frisch und fit durch die kalte Jahreszeit kommen will, sollte auf keinen Fall auf seine Mittagspause verzichten - egal ob sie kürzer oder länger ausfällt. Am besten lassen sich die leeren Batterien mit einem Spaziergang von mindestens zehn Minuten auftanken. Und abends kann es auch einmal ein Gang um den Block statt ein Krimi im Fernsehen sein. Da sollte man sich nicht vom Regen oder später vom Schnee abhalten lassen. Denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Der Körper braucht frische Luft und natürliches Licht. Die Natur hat uns nicht als Höhlentiere erschaffen. Das sollte auch bedenken, wer vom Büro ins Fitnessstudio hetzt: Körperlicher Stress in der Sportkleidung ist nicht gesünder als geistiger Stress im Anzug oder im Zweiteiler.

Schlaf pflegt Körper und Seele
Eine Alternative zum Spaziergang ist die Siesta. Zehn Minuten genügen bereits, mehr als 30 Minuten sollten es aber nicht werden. Sonst besteht das Risiko, in die Tiefschlafphase zu fallen, was eine lange Aufwachphase zur Folge hätte. Doch am wichtigsten ist regelmässiger und ausreichender Schlaf. Denn in der Nacht lädt der Körper seine Batterien auf, die Seele ebenso. Auch wenn jeder seine eigenen Schlafregeln hat, sieben bis acht Stunden sollten es bei Erwachsenen schon sein.

Wer sorgsam mit seinem Körper und seiner Seele umgeht, den können Krankheitserreger weniger anhaben.