Medizinische Forschungen haben es längst bewiesen: Umweltfaktoren spielen eine grosse Rolle bei verschiedenen Krankheiten wie Atemwegsproblemen oder auch Krebs. Lungenkrebs beispielsweise ist nicht nur aufs Rauchen zurückzuführen, sondern auch auf den Russ aus Dieselfahrzeugen oder Radongas. Schwermetal soll einen Einfluss auf Parkinson haben, und chemische Substanzen können Krebs verursachen. Besonders tückisch: In der Regel sind Umweltkrankheiten eher schleichende Erscheinungen. Rund 1,8 Millionen Menschenleben, so die Experten, könnten pro Jahr durch nachhaltigen Umweltschutz gerettet werden.

Bedrohung Klimawandel

Viele Menschen betrachten den Klimawandel als die grösste Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Entsprechend werden vor allem von linken und grünen Politikern sowie Umweltschutzorganisationen Gegenmassnahmen gefordert: Elektroautos statt Benziner, Zugreisen statt Flugreisen, Minergiehäuser, stromsparende Elektrogeräte und so weiter. Was viele nicht wissen: Unsere Ernährung verursacht rund einen Drittel der konsumbedingten Treibhausemissionen und damit mehr als unser Wohn- und Freizeitverhalten sowie der Verkehr. Der umweltfreundliche und nachhaltige Konsum ist deshalb für die Zukunft ein wichtiges Thema.

Bewusster konsumieren

In der Schweiz entfallen gemäss Experten auf jede Person 5,8 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Zählt man hier die grauen Emissionen durch den Import von Konsumgütern und Strom dazu, sind es rund zehn Tonnen pro Person. Um diese enorme Menge zu reduzieren, reicht der Umstieg auf Stromsparlampen oder aufs Velo nicht, vielmehr müssen wir unsere Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Aktuelle Studien zeigen nämlich, dass eine klimafreundliche Ernährung effektiv zur Reduktion des CO2-Ausstosses beitragen kann. Das Bundesamt für Umwelt Bafu schätzt, dass mit bewussterem Essen rund eine halbe Tonne CO2 pro Person eingespart werden könnte. Was heisst das konkret? Nebst den allseits bekannten Möglichkeiten zur CO2-Reduktion wie dem Kauf von energieeffizienten Haushaltgeräten kann man durch einen bewussten Lebensmittelkonsum einiges bewirken.
Wählen Sie frische, saisonale Produkte und vermeiden Sie Lebensmittel aus dem Gewächshaus. Verzichten Sie auf Konserven und Tiefkühlkost. Vor allem letztere braucht sehr viel Energie. Kaufen Sie Produkte aus der Region, die nicht von weit her oder sogar aus Übersee hierher transportiert werden müssen. Und nicht zuletzt hilft auch ein bewussterer Fleischkonsum, die Ökobilanz zu verbessern.