Laut einer länderübergreifenden Studie – unter anderem durchgeführt durch das Departement der Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (CH) – ist eine limitierte Gesundheitskompetenz in der Schweiz keine Randerscheinung.

Für Bevölkerungsgruppen, wie beispielsweise chronisch Kranke und alte Menschen, die für hohe Kosten im Gesundheitswesen verantwortlich sind, braucht es spezifische Massnahmen, um sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden.

Eine hohe Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung kommt nicht nur dem Gesundheitswesen zugute

Barrieren, um Hilfe zu beanspruchen, müssen gesenkt werden und für medizinische Anweisungen muss Unterstützung bereitgestellt werden. Patienten und Angehörige sollten daher im Versorgungsprozess unterstützt werden.

Wichtig ist ein Zugang zu leicht verständlichen Fachinformationen und einer Unterstützung im Umgang mit der Krankheit. Solche Massnahmen dienen dazu, für betroffene Menschen Entscheidungen zu treffen, welche die Gesundheit und das autonome selbstbestimmte Leben mit einer Krankheit fördern.

Patienten und Angehörige mit dem richtigen Wissen, den richtigen Kompetenzen und den richtigen Informationen ausgestattet, sind autonom, stellen sich den Herausforderungen der Krankheit und nützen eigene und fremde Ressourcen zur Bewältigung.

Sie führen trotz einer Krankheit oder Behinderung ein möglichst normales und vitales Leben.

Eine hohe Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung kommt nicht nur dem Gesundheitswesen zugute. Schlussendlich ist es ein volkswirtschaftliches Thema, welches branchenübergreifend dem Bildungswesen, der Ernährungsindustrie, dem Detailhandel und vielen Bereichen mehr entgegenkommt.