In der Schweiz sterben Männer im Durchschnitt sechs Jahre jünger als Frauen, häufig aus Gründen, die grösstenteils zu bekämpfen wären. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Männer unabhängig von kulturellem Umfeld und Lebensabschnitt häufiger von Gesundheitsproblemen betroffen sind als Frauen.

Der Zustand der physischen und psychischen Gesundheit hat enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität eines jeden Mannes. Sie beeinflusst die Beziehung zum Partner und zur Familie, die Produktivität am Arbeitsplatz und die Teilnahme am sozialen Leben.

«Männer sterben zu jung. Wir können es uns nicht leisten, darüber zu schweigen»

Und trotzdem: Studien haben erwiesen, dass Männer bei psychischen und physischen Problemen signifikant seltener Hilfe suchen und in Anspruch nehmen als Frauen.

Während Ernährung, Lebensstil und eine zunehmend alternde Bevölkerung die Gesundheitsstatistiken beeinflussen, sprechen die Zahlen für sich: 2014 haben sich in der Schweiz 754 Männer das Leben genommen, das sind 73 Prozent aller Suizide. Prostatakrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsart mit mehr als 60'000 erkrankten Schweizern total, Tendenz steigend.

Jeder dritte junge Mann in der Schweiz ist übergewichtig; Männer sind mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen und haben ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Trotz der prekären Gesundheitssituation von Männern wissen wir, dass Männer dazu neigen, sich weniger über ihre psychische und physische Gesundheit zu informieren. Sie neigen dazu, nicht über ihre Gesundheitssituation zu sprechen oder sich bei Bedarf an einen Arzt zu wenden. Um einer Verschlechterung der allgemeinen Gesundheitssituation entgegenzuwirken, braucht es ein Umdenken, eine Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit.

Von den bescheidenen Anfängen im Jahr 2003 hat sich die Movember Foundation zu einer wahrhaft globalen Bewegung entwickelt, der sich bis heute weltweit über fünf Millionen Mo Bros und Mo Sistas angeschlossen haben. Der Erfolg der Movember Foundation basiert auf dem Enthusiasmus aller Mo Bros und Mo Sistas, die sich auf die 30-tägige Reise begeben, um die Gesundheit von Männern nachhaltig zu verbessern.

Die Movember Foundation verändert die Art und Weise, wie sich die Forschung mit der Männergesundheit befasst und wie das Gesundheitswesen auf Männer zugeht und sie unterstützt. Dank der Unterstützung von Mo Bros und Mo Sistas wurden bereits über 1200 Projekte finanziert.

Die lokale Forschung kommt nicht zu kurz, gerade die Schweiz bietet in Sachen Forschung viele renommierte Universitäten und Schweizer Wissenschaftler. Es werden verschiedene Projekte unterstützt, 2016 wurden im Total 800'000 Euro für die Forschung in der Schweiz eingesetzt.

Beispielsweise untersucht das Institute of Oncology Research in Bellinzona ein sogenanntes Protein TRIM24 und ob es sich als Therapie für Männer mit resistentem Prostatakrebs eignet.

Die Förderung der Gesundheit und der Umgang mit spezifischen Männerkrankheiten stehen im Vordergrund: sich informieren und Wissen aneignen, um eine Basis zu schaffen, um die richtigen Entscheidungen für die eigene Gesundheit und Prävention zu treffen.