Im Durchschnitt bewegt sich der Mensch heute wesentlich weniger als noch vor 100 Jahren. Das hat Konsequenzen für das Skelett, die Gelenke und die Muskeln.


Trainiert man diese nicht ausreichend, werden die Gelenke falsch oder übermässig belastet.
 

Ein guter Grund also, sich nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag mehr zu bewegen. Das aber fällt vielen von uns schwer. Im Gegensatz zu unseren Vorfahren müssen wir nicht mehr stundenlang auf die Jagd gehen oder Nahrung sammeln, um satt zu werden. Viele benutzen das Auto zum Einkaufen oder um zur Arbeit zu fahren.

Wozu Muskeln nötig sind

Damit kommen wir zum menschlichen Bewegungsapparat. Dieser ist ein fein austariertes Organsystem und besteht vereinfacht ausgedrückt aus zwei Elementen: dem Skelett und der Skelettmuskulatur. Bewegt wird das Knochengerüst mithilfe der Skelettmuskulatur.

Dabei werden unsere Bewegungen durch das komplexe Zusammenspiel der Muskeln, der Knochen und der Gelenke gesteuert. Dank der Skelettmuskulatur können wir unsere Arme, Beine, den Rumpf und den Kopf willentlich bewegen.

Insgesamt gibt es über 600 verschiedene Muskeln in unserem Körper. Wozu aber braucht der Mensch überhaupt Muskeln? Man unterscheidet drei verschiedene Muskelarten, die alle unterschiedliche Funktionen im Körper wahrnehmen:

  • Herzmuskelzellen pumpen das Blut durch unseren Körper.
  • Die glatte Muskulatur ist in Hohlorganen wie der Harnblase, dem Darm oder den Blutgefässen aktiv und steuert deren Volumen. Im Gegensatz dazu kann die Skelettmuskulatur willentlich aktiviert und gesteuert werden.
  • Die Skelettmuskeln sind für die Bewegung zuständig und stabilisieren gleichzeitig die Körperhaltung. Sehnen verankern die Muskeln dabei am Knochen.

Das körpereigene Gerüst

Unser Bewegungsapparat ist zusätzlich auf Hilfsorgane angewiesen. Ohne die Sehnen wäre keine körperliche Bewegung möglich, da sie die von den Muskeln erzeugte mechanische Kraft auf die Knochen übertragen. Einige Sehnen sind von Sehnenscheiden umgeben.

Diese enthalten Gelenkschmiere und schützen vor zu viel Reibung. Faszien wiederum sind muskuläres Bindegewebe, das Organe und Muskeln wie ein Netzwerk umgibt und stützt. Schleimbeutel schliesslich sind kleine, mit Gewebsflüssigkeit gefüllte Säckchen.

Sie sind an Stellen im Körper positioniert, die oft erhöhtem Druck ausgesetzt sind – also etwa in der Nähe von Gelenken wie dem Knie, Ellenbogen oder an der Schulter.

Welche Aufgaben hat der passive Bewegungsapparat, der sogenannte Stützapparat? Dieser bildet unser körpereigenes Gerüst. Er stützt den Körper und gibt ihm seine Form.

Zudem schützt er innere Organe wie beispielsweise das Herz, das Gehirn oder die Lunge. Und welche Funktion kommt der Wirbelsäule zu? Diese ist eine bewegliche Achse und ermöglicht uns, Bewegungen in jede Richtung auszuführen.

Die Wirbelsäule trägt die Last von Kopf, Hals, Armen und Rumpf. Durch ihre S-Form federt sie den Körper gegen Stösse ab. Zudem umgibt und schützt sie das Rückenmark. Nicht zuletzt verbindet die Wirbelsäule viele Teile unseres Skeletts. Fazit: Unser Bewegungsapparat ermöglicht Mobilität. Er vollbringt Tag für Tag Höchstleistungen – solange er gesund bleibt. Gut beraten ist deshalb, wer Sorge zu ihm trägt.