Ob Depressionen, Alkoholsucht, Zwänge oder sonstige Ängste

Viele Erwachsene leiden mehr oder weniger häufig und mehr oder weniger stark unter irgendeiner Form eines psychischen Leidens. Fachleute gehen von fast jeder zweiten Person aus, die irgendwann in ihrem Leben ernsthaft psychisch erkrankt. Oft handelt es sich dabei um Väter oder Mütter.

Viel Leid und Belastungen

Psychische Störungen zählen in den sensiblen Entwicklungsphasen der Kindheit und Jugend zu den häufigsten Erkrankungen. Wer als Kind in einem psychisch belasteten Eltern-Umfeld aufwächst, gerät aber noch mehr als andere in Gefahr, in seinen Entwicklungs- und Lebensbedingungen erheblich benachteiligt zu werden, erst recht, wenn beide Elternteile krank sind. Die Folgen sind für die ganze Familie und häufig auch für die soziale Umgebung spürbar und können zu viel Leid, Belastungen und Spannungen führen.

Die Probleme überschneiden sich: Die beunruhigten Eltern setzen sich mit ihrer eigenen Erkrankung auseinander und fragen sich, was die Krankheit für ihr Kind bedeuten könnte und ob sie selber noch in der Lage sind, Erziehungsarbeit zu leisten und ihrer Rolle als Vater oder Mutter gerecht zu werden. Sie machen sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder und fühlen sich schuldig. Die Kinder wiederum wissen nicht, wie sie sich konkret verhalten sollen, und oft wissen sie auch nicht, ob sie selber vergleichbare Probleme wie ihre Eltern haben. Trotz eines unbestreitbar erhöhten Risikos muss das nicht der Fall sein.

Mehrere Beratungsangebote

Experten geben Jugendlichen mit psychischen Problemen als Erstes den Ratschlag, nach Möglichkeit eine Person des Vertrauens im privaten oder beruflichen/schulischen Umfeld zu suchen. Das kann ein Familienmitglied oder ein enger Freund/Freundin sein, aber je nachdem auch ein Lehrer in der Schule oder jemand aus der Kirche oder ein Sportverein. Eine solche Person sollte vor allem eine Kunst beherrschen: das Zuhören.

Wer nicht fündig wird, kann sich immer noch extern umschauen. Mehrere Institutionen mit ausgebildetem Fachpersonal bieten in der Schweiz Hilfe an, oft auch telefonische, die kostenlos und rund um die Uhr erhältlich ist, bei Bedarf auch anonym.  Auch Mail- und Chat-Beratung kann in Anspruch genommen werden. Bei einem medizinischen Notfall empfiehlt sich dagegen eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt und ein Anruf bei einer Notrufzentrale.