Es ist möglich, dass sie schlechter schläft und plötzlich heiss hat, wenn alle anderen frieren. Vielleicht wechseln sogar ihre Stimmungen neuerdings ganz unvermittelt von euphorisch zu düster und umgekehrt. Dann ist es Zeit, nicht selber zu «doktern», sondern den Hausarzt oder die Gynäkologin zu konsultieren. Denn mit solchen Symptomen beginnen für viele Frauen – aber nicht für alle – die Wechseljahre.

Pflanzenmedizin je nach Symptom

Die Medizin für Frauen im Klimakterium hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. War früher der synthetische Hormonersatz meistens die Therapie der Wahl, so setzen die Rezepte heute auch auf ganz natürliche Produkte, deren Wirkung erprobt ist und die vielleicht Nutzen aus uralten Medizin­traditionen ziehen: Die traditionelle chinesische, die tradierte tibetische und die Ayurveda-Medizin aus Indien kennen Präparate und Methoden, die Frauen in diesen Kulturkreisen stets geholfen haben.

Für solche Therapien muss niemand grössere Mengen der betreffenden Früchte und Gemüse auf den Speisezettel setzen – sie werden konzentriert als Tabletten konsumiert. Die Yams-Wurzel etwa hilft, Progesteron zu ersetzen, und es gibt mehrere pflanzliche Östrogene gegen den Mangel dieses Körperhormons ab 40.

In der gynäkologischen Praxis werden gegen starke Klimakteriums-Beschwerden auch bio-identische Hormone verschrieben, die über den Wechsel zur nächsten Lebensphase einer Frau hinweghelfen. Mönchspfeffer kann ebenfalls regulierend auf den Hormonhaushalt einwirken und Zyklusschwankungen ausgleichen.

Vorfreude auf neue Freiheiten

Viele Frauen bewältigen Stimmungsschwankungen nicht nur mit natürlicher Medizin; sie lernen auch, sich auf die Freiheiten nach der Menopause zu freuen. Der neue Lebensabschnitt wird die Beschwerden reichlich aufwiegen und vergessen machen.