Wer kennt es nicht: Ein voller Terminkalender, mittags keine Pause, zwischendurch noch E-Mails beantworten und immer Höchstleistungen bringen. Oftmals fühlt man sich dabei wie im Hamsterrad- es dreht und dreht und dreht. Bis der Stress irgendwann zu viel wird und ein Burnout droht. Umso wichtiger sind kleine Auszeiten. Denn, wem es gelingt, Arbeit und Freizeit sauber zu trennen und die Gedanken an den Job nach dem Feierabend, am Wochenende und in den Ferien aus dem Kopf zu verbannen, der leistet im Beruf mitunter mehr. Wer abschalten kann, der arbeitet anschliessend besser.

Doch manchmal ist es schwierig, in den eigenen vier Wänden zur Ruhe zu kommen. Zu viele Aufgaben und Anforderungen warten auch hier. Um die leeren Batterien aufzuladen, kann deshalb eine räumliche Trennung vom Alltag sinnvoll sein. Auch Kurzurlaube und Wochenendtrips bringen schon Erholung. So reicht manchmal bereits ein verlängertes Wochenende in den Bergen, um Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen. Studien zeigen, dass es für eine gute Erholung wichtiger ist, wie man den Urlaub erlebt, als wie lange die Ferien dauern.

Wer abschalten kann, der arbeitet anschliessend besser.

In jedem Fall ist es zentral, dass man in den Ferien nicht an die Arbeit erinnert wird und sich die Arbeit nicht auch noch in den Urlaub einschleicht. Deshalb gilt im Idealfall: Handy ausschalten oder nur zu bestimmten Zeiten einschalten und E-Mails ungelesen lassen. Auch Zeitdruck im Urlaub ist schlecht. Man muss nicht überall dabei sein und das Reiseprogramm vollladen. Damit der Urlaubseffekt lange anhält, sollte man schon vor der Abreise alles so organisieren, dass bei der Rückkehr keine Arbeitsberge warten.

Denn, je grösser die Arbeitsmenge nach dem Urlaub ist, desto schneller geht die Erholung verloren. Immer häufiger werden sogenannte Gesundheitsferien angeboten. Dabei geht es zum einen um die Erholung, zum anderen aber auch darum, in Kursen und Coachings zu lernen, Situationen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, Ressourcen zu erkennen und zu nutzen und das eigene Verhalten zu verändern. Damit man gestärkt und mit neuer Motivation in den Alltag zurückkehren kann.