Für unser Immunsystem ist der Oktober ein anspruchsvoller Monat – genauso wie der Juli, der Januar, der März, der Juni, der November, der Mai, der Februar, der April, der Dezember, der September und der August. – Liebe Leserin, lieber Leser, unser Immunsystem muss immer auf dem Quivive sein. Es ist nicht nur bei übertragbaren Infektionskrankheiten wie Grippe, Masern, Mumps und Röteln besonders gefordert. Auch meist harmlose Pollen, Hausstaubmilben oder Pilze können es erheblich fordern, ja überfordern. Hier hilft die Medizin – vor allem auch dann, wenn das Immunsystem dauerhaft geschwächt ist. So weit muss es aber nicht immer kommen. – Was tun? In einem Satz: Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit tut, muss später viel mehr Zeit für die Krankheit opfern.

Gesunder Lebensstil

Täglich etwas für die Gesundheit tun. Das ist im Grunde genommen keine Hexerei. Darunter verstehe ich zum Beispiel ein natürlich gesunder Lebensstil: eine ausgewogene Ernährung, genug Schlaf, regelmässige Bewegung – auch und gerade in hektischen Zeiten – und dabei den Alkohol- und den Nikotinkonsum minimieren. Unser Immunsystem freut’s. Ein so vorausschauender Lebensstil genügt oft nicht, um sich auch gegen übertragbare Infektionskrankheiten wirksam zu schützen. Hier hilft die Medizin – mit einer grossen Errungenschaft: die Impfung. Wir wissen heute sehr viel darüber: wie wirksam sie ist, welche Nebenwirkungen sie nach sich ziehen kann. Eine Impfung ahmt eine natürliche Infektion nach. Die Impfreaktion ist in der Regel mild und komplikationsfrei. Unser Immunsystem freut’s.

Schützende Impfung

Es ist unbestritten: Impfen schützt – jeden von uns. Und damit meine ich vor allem auch unsere Mitmenschen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht gegen eine übertragbare Krankheit schützen können: zum Beispiel Säuglinge, zum Beispiel Menschen, die krankheitsbedingt keine Impfung vertragen, oder andere, die ein zu schwaches Immunsystem haben. Sie sind besonders gefährdet, an einer übertragbaren Krankheit unverschuldet und schwer zu erkranken. Impfen ist eben nicht nur ein individueller Schutz. Es ist viel mehr: Jede Impfung vermindert das Risiko, einen unverschuldet nicht geimpften Menschen anzustecken. Impfbereitschaft heisst, Eigen- und Kollektivverantwortung wahrzunehmen. Impfbereitschaft ist ein Akt der Solidarität.

Wissen und Wissende

Informationen stärken unsere persönlichen Gesundheitskompetenzen. Und darum setze ich mich mit der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich und mit dem Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich (EBPI) für eine aktive und umfassende Information unserer Bevölkerung ein.