Die meisten Schweizerinnen und Schweizer kennen AIDS. Sie wissen auch dank den Stop-AIDS Kampagnen, wie man sich davor schützen sollte: Nur mit Kondom, dazu Sperma und Blut nicht in den Mund. Nebst dem HI-Virus gibt es aber eine ganze Reihe anderer Krankheiten, die während dem Geschlechts- oder Oralverkehr übertragen werden können. Gefährlich ist auch, dass die sexuell übertragbaren Krankheiten Wegbereiter sind für weitere Infektionen. Die Infektionsherde, die sich meist am Mund, an den Geschlechtsorganen oder am Anus befinden, weisen besondere Zellen auf, die für Erreger viel empfindlicher sind als normale Haut. Das heisst, dass eine solche Infektion das Risiko einer HIV-Infektion zusätzlich erhöhen kann.

Kondome senken das Risiko
Während  eine HIV-Infektion mit einem Kondom verhindert werden kann, genügt dies bei einigen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten nicht. Kondome senken jedoch das Risiko, sich zu infizieren. Umso wichtiger ist es, beim Verdacht einer Ansteckung möglichst schnell zum Arzt zu gehen, denn die meisten Krankheiten lassen sich gut behandeln oder heilen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. So sollte man nicht aus falscher Scham abwarten, bis die Symptome verschwinden – der Arzt untersteht der Schweigepflicht.

Ausfluss und Juckreiz
Unverzüglich einen Arzt aufsuchen sollte man laut der Aids-Hilfe Schweiz, wenn man Ausfluss aus der Harnröhre oder Scheide hat, Brennen oder Juckreiz beim Wasserlassen spürt, sowie Schmerzen, Schwellungen, Geschwüre, Bläschen, Wucherungen, Rötungen oder Juckreiz an Genitalien oder Anus feststellt. Weitere Zeichen für die Infizierung sind roter Gaumen und Rachen, dumpfer Schmerz im Unterleib oder Ausfluss aus dem Enddarm. Falls der Arzt eine Erkrankung feststellt, ist es wichtig, dass der Partner ebenfalls informiert und therapiert wird. Sonst kann es zu Rückinfektionen kommen.