Rind-, Schweine- und Schaffleisch wird als rotes Fleisch bezeichnet. Dieses birgt mehr Eisen in sich und bringt mehr Fett als das hellere Kalbfleisch auf die Waage. Weisses Fleisch wie Geflügel scheint gefahrlos zu sein. Wer häufig Fleisch isst, erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken deutlich. Fleisch enthält neben wertvollen Nährstoffen wie Protein, Eisen, Zink und Vitamin B12 auch tierische Fette. Diese sind kalorienreich und können zu Übergewicht führen. Das wiederum begünstigt das Entstehen vieler Krebsarten.

Beim Herstellen der Fleischware wird Pökelsalz verwendet. Dieses beinhaltet Nitrit, das als krebserregend gilt. Studien belegen, dass beispielsweise Wurstwaren die Gefahr von Darmkrebs vergrössern. Mehrheitlich aus rotem Fleisch produziert werden Fleischwaren. Diese sollten sparsam konsumiert werden. Kommt hinzu, dass beim Anbraten oder Grillieren von Fleisch krebserregende Stoffe entstehen. Wird ständig Grilliertes verspiesen, bringt das ein gesteigertes Risiko von Magen- und Darmkrebs mit sich. Dieses lässt sich leicht senken, indem nichts angebrannt wird. Passiert es trotzdem: Einfach die verkohlten Teile wegschneiden. Gegrilltes Fleisch nur einmal wöchentlich geniessen.

Vielfach sinkt durch einen hohen Fleischkonsum die Menge der gegessenen Gemüse- und Nahrungsfasern. Die fehlenden Fasern verlangsamen die Verdauung und somit hat der Speisebrei länger Kontakt mit der Darmwand. Dadurch bleiben eventuell vorhandene krebserregende Stoffe eine Weile im Darm liegen. Befürchtet wird meist, dass aus einem verringerten Fleischkonsum ein Eisenmangel resultiert. Diese Besorgnis ist unbegründet. Der Eisenbedarf kann genauso mit Hülsenfrüchten, grünem Gemüse, frischen Kräutern, Nüssen und Vollkornprodukten gedeckt werden.

Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, nicht mehr als an vier Tagen pro Woche Fleisch zu essen und anstatt mit rotem Fleisch Gerichte mit Fisch oder Geflügel zu kochen. Tofu, Seitan oder Quorn bereichern den fleischfreien Tag. Entweder mageres rotes Fleisch einkaufen oder zu Hause das Fett abschneiden. Gepökeltes und salzreiches Fleisch wie Wurst, Salami, Schinken oder Speck nur einmal pro Woche auf den Tisch bringen. Innereien einmal pro Monat verzehren. Gesund wäre eine überwiegend pflanzliche, gemüse- und obstreiche Ernährung.

Claudia Cavadini
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