Eines haben praktisch alle Frauen und immer mehr Männer der westlichen Welt gemeinsam: Sie haben schon mindestens einmal eine Diät gemacht. Die Unzufriedenheit mit ihrer Figur ist für viele ein Dauerthema. Auch in diesem Frühling werden die Zeitschriften wieder voll sein mit Diäten, die den endgültigen Abschied von Grösse L und darüber versprechen. Wem das Herz angesichts der kommenden Badesaison in die zu enge Hose rutscht, sollte es am besten gleich mit einer Ernährungsumstellung und einem Essprotokoll versuchen.

Der Mensch muss essen
Dass es gar nicht erst soweit kommt, dafür gibt es eine ganz simple Regel, die bisher sämtlichen Ernährungstheorien standgehalten hat: Input und Output müssen im Gleichgewicht sein – oder mit anderen Worten: Wer mehr isst, als er verbraucht, nimmt zu. Da spielt es auch keine Rolle, ob das Zuviel aus der Konditorei oder dem Reformhaus gekommen ist. Was sich um Bauch und Hüfte ansammelt, ist in jedem Fall Fett. Das allein ist schon frustrierend genug. Doch wer seiner Figur zuliebe immer mal wieder eine Mahlzeit ausfallen lässt, schadet auch seiner Gesundheit. Neben den Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen benötigt der Körper auch Vitalstoffe, also Vitamine, vitaminähnliche Stoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren. Bekommt der Körper genügend Vitalstoffe, dann geht es ihm richtig gut. Wichtig ist deshalb, dass man nicht nur darauf achtet, wie viel man isst, sondern auch was man isst. Möglichst unbehandelte Produkte, hochwertige Fette und saisonale Früchte- und Gemüsesorten verwenden, sparsam mit Fleisch umgehen, aber sich auch mal ein Glas Wein oder ein Stück Schokolade gönnen – damit tut man schon viel für seine Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden. Und im  stressigen Arbeitstag nicht mehr gross die Kochkelle schwingen mag, kann eine Mahlzeit mit einem leckeren Protein Shake ersetzen. Diese enthalten wertvolle Proteine, die essentiell für die Erhaltung der Muskelmasse sind. Nur wer sich sehr einseitig ernährt, könnte an einem Mangel bestimmter Vitalstoffe leiden und sollte diese – nach Absprache mit dem Arzt – allenfalls beispielsweise in Form von Tabletten ergänzend zu sich nehmen.

Die Sache mit dem Insulin
Was aber kann man tun, wenn der Appetit einfach grösser ist als der tatsächliche Bedarf? Hier spielt das Insulin eine wichtige Rolle. Die Bauchspeicheldrüse produziert nach einer Mahlzeit das Zuckerhormon Insulin – und zwar umso mehr, je stärker der Blutzuckerspiegel ansteigt. Insulin fördert die Bereitschaft der Körperzellen, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel wieder. Je schneller der Blutzuckerspiegel sinkt, desto heftiger verspüren wir das Bedürfnis nach Energienachschub. Zucker, also Glukose, muss her. Bevorzugt greifen wir dann zu kohlenhydratreichen Speisen. Denn Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten. Der Blutzuckerspiegel schnellt darauf wiederum in die Höhe und geht auch schnell wieder nach unten. Man hat schon wieder Hunger. Dies passiert vor allem, wenn man Haushaltzucker und Weissmehl zu sich nimmt. Vollkornprodukte sowie fett- oder eiweissreiche Nahrungsmittel hingegen verzögern den Blutzuckeranstieg und halten den Zuckerspiegel nach einer Mahlzeit für längere Zeit konstant. Wer also abnehmen beziehungsweise. sein Gewicht halten will, sollte wenn möglich sparsam mit Zucker und Weissmehlprodukten umgehen.

Gesunde Snacks
Beim Hüngerchen zwischendurch greifen wir allzu schnell zu ungesunden Lebensmitteln. Besser, man gönnt sich kalorien- und kohlenhydratarme Snacks wie zum Beispiel Quark mit Kräutern, eine Handvoll grüne Oliven, Hüttenkäse mit Tomaten, Sellerie mit Kräuterdip oder – wenn man lieber was Süsses mag – einfach eine leckere Frucht in Kombination mit einer Scheibe Vollkornbrot, sodass der Insulinspiegel nicht in die Höhe steigt. Goji Beeren stärken den menschlichen Stoffwechsel und kurbelt ihn zusätlich an. Das bedeutet, dass Nahrung schneller in Energie umgewandelt wird. Es werden mehr Kalorien verbrannt und soit weniger Fettreserven angelegt. Ganz wichtig ist auch das Trinken. Oftmals isst man, obwohl man eigentlich Durst hätte. Trinken Sie immer mal wieder ein grosses Glas eines kalorienarmen Getränks – das ist gesund und füllt den Magen.