Tipps

für Spitzensportler

1. Aufwärmen
Mit ein paar Körperübungen wird der Kreislauf aktiviert und Körper schonend auf die Anstrengunen vorbereitet.

2. Funktionelle Kleidung
Sportbekleidung, die einen zu grossen Wärmeverlustvermeiden (wärmeisolierend) und atmungsaktiv sind, sind für den Outdoor-Sport in kalten Jahreszeiten am besten geeignet. Solche funktionellen Sportbekleidungen sind im Fachhandel erhältlich.

3. Buss-Funktionstücher
Die sogenannten Buff-Funktionstücher(im Sport-Fachhandel erhältlich) verhindern, dass die kalte Luft Lunge und Atemwege zu sehr belastet.

4. Trainingszeiten verkürzen ab -10°C
Zu lange und zu internsive Trainingseinheiten sollten vermieden werden. Die gewohnte Trainingszeit ist zu verkürzen.

5. Bei mehr als -16°C bis -18°C = no sport
Bei -16°C bis -18°C und mehr wird der Körper zu sehr beansprucht, so dass auf ein Training ganz zu verzichten ist.

Dr. med. Patrick Noack, Sie sind Arzt und betreuen Hochleistungssportler. Wie unterstützen Sie deren Arbeit?
Ich versuche Spitzensportler vor allem präventiv zu unterstützen, das heisst, dass es mit verschiedenen Massnahmen weder zu Verletzungen noch zu Krankheiten kommt. Bei Verletzungen werden mit Rumpf- und Beinachsenstabilität, Krafttraining sowie Stretching und bei Krankheiten mit der Planung der Regeneration, richtiger Sporternährung und Infekt-Prophylaxe vorgebeugt.

Wie wichtig sind gute Abwehrkräfte für einen Sportler?
Ein gutes Immunsystem ist essenziell für einen erfolgreichen Spitzensportler, denn nur so kann man eine ganze Saison lang konkurrenzfähig bleiben.

Welche Massnahmen unterstützen das Immunsystem eines Sportlers proaktiv?
Die drei wichtigsten Massnahmen sind sicherlich genügend Schlaf, ausgewogenes Essen sowie die Planung von Regenerationsphasen. Zudem werden mittels Blutanalysen die Werte von Vitaminen und Spurenelementen wie zum Beispiel Eisen, Vitamin B12 oder Vitamin D ermittelt. Bei zu niedrigen Werten können wir reagieren und die Mängel beheben. Bei intensiven Belastungsphasen setzen wir durchaus auch pflanzliche Produkte zur Unterstützung des Immunsystems ein. Beispielsweise verwenden wir das Produkt «Immunoforce», welches aus Echinacea und Holunderblüten besteht und speziell im Hinblick auf die olympischen Spiele in Vancouver entwickelt wurde.

Sportler stossen durch den hohen Leistungseinsatz und den oft sehr tiefen Temperaturen an ihre Grenzen. Welche Regeln gilt es für die Regeneration des Immunsystems zu beachten?
Nach solchen Rennen ist ein schneller Wechsel der Kleidung sowie die Zufuhr eines (bei kalten Temperaturen warmen) Regenerationsgetränkes auf Kohlenhydrat- und Proteinbasis innerhalb von 30 Minuten nach Zieleinlauf enorm wichtig.

Welche Herausforderungen stellen sich bei veränderten Höhenverhältnissen?
Etwa ab 2000 Metern über Meer ist die Luft auffällig trockener und macht die Schleimhäute anfälliger auf Infektionskrankheiten. Wegen der verringerten Aufnahme von Eisen empfehle ich vorbeugend die Einnahme von Eisentabletten. Auch ist bekannt, dass in der Höhe das Durstgefühl abnimmt. Um das Immunsystem aufrechtzuerhalten, muss daher immer genug Flüssigkeit aufgenommen werden.

Welche Möglichkeiten bieten sich an, wenn doch einmal ein Sportler von einer Grippe eingeholt wird?
Ich rate zu einer Trainingspause sowie zum temporären Einsatz von Vitamin C, Zink und «Immunoforce».

Was würden Sie Sportlern empfehlen, die auch im Winter gerne draussen in der Kälte Sport treiben wollen?
Unbedingt weiter Sport treiben, jedoch bei grosser Kälte (mehr als -10 °C) die Trainingszeit und Intensität verkürzen.