Etwa 30 bis 50 Prozent der über 60-jährigen Frauen leiden unter Inkontinenz. Die häufigste Ursache hierfür ist ein zu schwacher Beckenboden. Dieser bindegewebig-muskulöse Boden ist der untere Ab­schluss des Beckens und etwa so gross wie zwei Hände, die eine Schale bilden, um die Harnröhre und den After zu schützen.

Mit zunehmendem Alter bilden sich die Muskeln durch Inakti­vität zurück. Übergewicht, Stress, Schwangerschaft, Hormonumstellungen, Geburt und die Menopause schwächen die Beckenbodenmuskulatur zusätzlich.

Durch die enge Verbindung mit den Geschlechtsorganen haben kräftige Beckenbodenmuskeln auch positiven Einfluss auf unser sexuelles Erleben.

Obwohl der männliche Beckenboden kräftiger und seine Fläche kleiner und widerstandsfähiger ist, bildet sich auch dort die Muskulatur mit zu­nehmendem Alter zurück oder kann, etwa durch eine Prostataoperation, geschwächt sein.

Aus diesen Gründen ist das Beckenbodentraining für Männer und Frauen gleichermassen von Vorteil. Die Beckenbo­denmuskulatur arbeitet mit Bauch-, Hüft-, Gesäss- und tiefen Rückenmus­keln zusammen. Zusammen bilden sie das sogenannte «Powerhouse» – unser Kraftzentrum. Es verbessert die Haltung und stärkt das Körpergefühl.

Durch die enge Verbindung mit den Geschlechtsorganen haben kräftige Beckenbodenmuskeln auch positiven Einfluss auf unser sexuelles Erleben. Ältere Männer leiden beispielswei­se häufig unter einer erektilen Dys­funktion – haben also das Problem, eine Erektion zu halten.

Mit einer kraftvollen Beckenbodenmuskulatur funktioniert das deutlich besser, da man die Durchblutung der Schwell­körper aktiv fördern und die Erekti­on halten kann. Junge Männer haben eher das Problem, zu früh zu kom­men. Auch die Ejakulation lässt sich mit einem trainierten Beckenboden besser zurückhalten.

Moderne Trainingstechnologie ermöglicht zudem, dass es erstmals möglich ist, dass Frauen wie Männer gleichermassen effektiv den Beckenboden trainieren können.


Und bei Frauen?

Die Vagina ist wenig sensibel, aber die sie umschliessende Muskulatur umso mehr. Die erhöhte Durchblutung stei­gert die Empfindsamkeit. Au­sserdem entwickelt ein kräftiger und geschmeidiger Beckenboden ein Ei­genleben, das heisst, er kontrahiert und ent­spannt sich in der sexuellen Erregung ganz ohne Zutun.

Das ist nicht nur für die Frau lustvoll, das spürt auch der Partner. Zudem erleben die Frauen leichter einen vaginalen Orgasmus. Der Beckenboden ist eben auch un­ser Liebesmuskel ...
 

... und dennoch missachtet

Er gehört zum Intimbereich und ist damit Tabuzone. Darüber spricht man nicht, das fasst man nicht an. Und so haben wenige Frauen und noch weniger Männer eine gute Beziehung zu ihrem Beckenboden. Er beugt kein Gelenk, deswegen hat man kei­ne Wahrnehmung dafür.

Die von uns entwickelte Beckenbodenmaschine gibt erstmals eine visuelle Rückmel­dung. Sie erkennen sofort, ob Sie die richtigen Muskeln anspannen und ob und welche Fortschritte Sie machen. Wir hoffen, dass wir damit einen Bei­trag zur Enttabuisierung leisten.