In der Schweiz ist man zu Recht stolz darauf...

...dass wir über gute Luft, sauberes Wasser und eine intakte Umwelt verfügen. Aber können wir auch stolz auf unsere Raumluft-Qualität sein, zum Beispiel in den Schulzimmern für unsere Kinder? Die ETH verlangt diesbezüglich Top-Luftqualität.

Dort weiss man, dass das Wohlbefinden in Räumen die Grundlage bietet, um im internationalen Ranking vorne mit dabei zu sein. Bessere Lernbedingungen verlangt auch der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) – dies im Wissen darum, dass die Lernfähigkeit um 7 bis 15 Prozent gesteigert und die Absenzen gesenkt werden können, wenn die Raumluft einwandfrei ist.

Langjährige Untersuchungen auch beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigen, dass die Luftqualität in Schulen heute noch meist ungenügend ist. Hier anzupacken – dazu sind alle aufgefordert: Eltern, Lehrer- und Schülerschaft, Schul- und Baubehörden.

Experten warnen

Inzwischen ist bekannt, dass wegen steigender Klassengrössen in Schulzimmern immer öfter schlechte Luft herrscht. Das beeinträchtigt das Lernen und wirkt sich insbesondere für Allergiker negativ aus. Während dem Unterricht sitzen die Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer.
 

Dabei wird die Luft immer miefiger. Das hat negative Folgen für Schüler und Lehrpersonen.
 

Heute weiss man, dass in einem Klassenzimmer mit 24 Schülern und den heutigen Raumausstattungen bereits nach 16 Minuten ein problematischer Kohlendioxid-Gehalt herrscht. Man muss dann dringend lüften. Experten warnen: Wenn wir immer grössere Klassen haben, dann wird das langsam, aber sicher gesundheitsgefährdend.

Zwar kann man wie erwähnt lüften. Doch: Wir alle waren einmal in der Schule und wissen, wie das Lüften ankommt, vor allem wenn es draussen kalt oder laut ist. Denn auch dadurch nimmt die Konzentration der Schüler ab.

Mögliche Lösungen sehen Experten vor allem im Bereich der Konstruktion von Schulhäusern. Es müssten nicht nur Belüftungsmöglichkeiten geschaffen, sondern es muss in Zukunft so gebaut werden, dass es auch von der Akustik, vom Licht und vom Raum her stimmt.

Gut funktionierendes Lüftungskonzept

Eine gute Luftqualität ist aber auch andernorts wichtig. Mehr als drei Viertel unserer Zeit verbringen wir in Gebäuden. Umso zentraler ist es, dass in diesen Räumen ein gutes Raumklima herrscht.

Damit wir uns in einem geschlossenen Raum wohlfühlen, muss die Temperatur stimmen, aber auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität. Je besser diese drei Faktoren aufeinander abgestimmt sind, desto besser ist auch unser Wohlbefinden.

Atmen ist bei Menschen und Tieren die lebensnotwendige Voraussetzung für einen natürlichen Stoffwechsel. Nur so werden unsere Körperfunktionen aufrechterhalten.

Eine bedarfsgerechte Lüftung ist eine kostengünstige Variante, um die Energieverluste und den Luftaustausch im Griff zu haben. Heute sind die Gebäudehüllen meist luftdicht, sowohl im Neubau wie auch nach einer Sanierung.

Zum Glück: Luftdichte Gebäudehüllen haben sich bewährt, sowohl aus hygienischer, bauphysikalischer wie auch energetischer Sicht. Damit der Luftaustausch sicher gewährleistet ist, braucht es aber eine gut funktionierende Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Davon profitieren alle, insbesondere auch Allergiker.