Trotz eines straffen Zeitplans, ungewöhnlicher Arbeitszeiten und der Vielfliegerei wirkt DJ Tanja La Croix fit und ausgeschlafen. Doch wie macht sie das?

Ist das Arbeiten an den Turntables Ihr Traumberuf?

Nein, mein eigentlicher Traumberuf war immer das Modeln. Schon mit 13 wusste ich, dass ich früher oder später mal von meiner Körpergrösse (1,80 Meter) profitieren würde. Das Auflegen war primär ein Hobby, von dem ich nicht gedacht hätte, dass ich damit einmal Geld verdienen werde (lacht). Vier Jahre habe ich dann beides gemacht – modeln und auflegen. Diese Zweigleisigkeit ist natürlich irgendwann zu anstrengend geworden und ich stand vor der Frage, welche nun meine grössere Leidenschaft ist ...

Und dann entschieden Sie sich für das Auflegen?

Ja. Die Musik entwickelte sich mit der Zeit einfach zu meiner grösseren Leidenschaft. Somit wollte ich einfach mehr Zeit darauf verwenden. Und das bereue ich heute auch keine Sekunde. Das Modeln gab mir allerdings eine gute Grundlage an Erfahrungen und Eindrücken, von denen ich innerhalb meiner musikalischen Karriere profitiert habe, weil ich nicht ins kalte Wasser geworfen wurde, was das Showbusiness angeht. Vielleicht hat sich insofern das Blatt gewendet und das Auflegen ist doch mein Traumberuf (lacht).

Beeinflussen Ihre Arbeitszeiten dann nicht Ihren Schlafrhythmus?

Natürlich sind die Arbeitszeiten an Wochenenden sehr stressig. Doch unter der Woche arbeite ich von 9 bis 20 Uhr im Büro und gehe spätestens um 24 Uhr ins Bett, da mir diese Regelmässigkeit sehr wichtig ist. An den Wochenenden ist es allerdings üblich, dass ich erst zwischen 4 und 8 Uhr morgens vom Auflegen heimkomme ...

Und dann fallen Sie ins Bett?

Ja. Allerdings schlafe ich dann nur ein paar Stunden bis zum Mittag. Es ist wichtig, den Tag nicht zu verschlafen, weil sich durch die fehlende Müdigkeit am Folgeabend der Schlafrhythmus verschieben kann. Um deshalb schnell wieder wach zu werden, gehe ich direkt an die frische Luft – das ist mein Ritual (lacht).

Ihr Ritual?

Ja, das ist mir auch extrem wichtig, um meinen gesunden Schlafrhythmus beizubehalten. Ich jogge, mache Yoga, spiele Tennis oder grilliere bei schönem Wetter mit Freunden. Ich gehe auch sehr gerne in den Bergen wandern ... Dafür lebe ich halt im richtigen Land (lacht).

Wo schlafen Sie am besten?

Durch die zwölf Jahre im Modelbusiness musste ich lernen, überall schlafen zu können; an Drehorten, in kleinen Model-Appartements, im Bus oder auf dem Fussboden (lacht). Dadurch ist man auf kreative Weise gezwungen, überall gut zu schlafen. Aber diese Flexibilität wird in meinem Job auch verlangt, da darf man keine zu hohen Ansprüche stellen (lacht).

Und wenn Sie doch mal nicht einschlafen können?

Zum Glück habe ich keine Probleme mit Schlafstörungen oder Jetlag, da ich hauptsächlich in Europa unterwegs bin. Falls ich aber doch mal nicht einschlafen kann, nutze ich die Relax-Oriental-App meines iPhones. Da sind super viele verschiedene Sounds drauf, die mich zur Ruhe kommen lassen. Ob Vogelgezwitscher, Regen oder Meeresrauschen – das wirkt echt entspannend. Hab ich erst gestern wieder genutzt (lacht).

Wie schaffen Sie es, immer erholt auszusehen?

Gute Abschmink-Produkte sind mir sehr wichtig. Überhaupt, die eigenen Kosmetikprodukte immer dabei zu haben. Ich schwöre auf ein 'Night-Repair-Serum', welches ich abends zur Erholung auf die Haut auftrage. Das Vielfliegen und nächtliche Auflegen ist nämlich auch für die Haut stressig (lacht). Ansonsten mache ich sehr viel Sport und lege Wert auf gutes Essen.

Welche musikalischen Ziele verfolgen Sie noch?

Ich hoffe, meine neue Single 'Time is Now' wird erfolgreich, erhält eine gute Chartplatzierung und dass ich auch als Musikerin wahrgenommen werde. Der Song soll eine Power-Hymne sein, die andere dazu motiviert, Ziele zu setzen und diese erfolgreich zu erreichen. Seit ich angefangen habe, an dem Track zu arbeiten, jogge ich zum Beispiel viel mehr und habe vor kurzem sogar an einem Halbmarathon teilgenommen. Er zeigt also schon Wirkung (lacht).